[Rezension] Die Villa an der Elbchaussee - Lena Johannson [23/2019]



Verlag*: Aufbau
Autor: Lena Johannson
Veröffentlichung: 18.0.2019
Genre: Historischer Roman
Seiten: 433
Preis ebook: 9,99
Reihe: Hamburg Saga Band 1


Das Schicksal einer Schokoladen-Dynastie.

Hamburg, 1919: Das Kontor Hannemann & Tietz handelt nicht nur mit Kakao, sondern betreibt auch eine eigene Schokoladenmanufaktur. Frieda, jüngster Spross der traditionsreichen Kaufmannsfamilie, würde am liebsten ihre Tage in der Speicherstadt oder in der Schokoladenküche verbringen. Als ihr Vater sie mit dem Sohn eines befreundeten Handelspartners verheiraten will, um das Überleben der Firma zu sichern, bricht für Frieda eine Welt zusammen. Nicht nur, weil ihr Herz für einen anderen schlägt. Wird es ihr gelingen, das Erbe der Familie zu retten, ohne ihre Liebe zu verraten?

Authentisch und berührend: Nach dem Vorbild eines Hamburger Kakao-Kontors


Das Buch sprang mir ins Auge weil es in Hamburg spielt und ich sehr gerne Bücher lese die hier spielen. Irgendwie gibt es mir das Gefühl mitten im Geschehen zu sein, wenn ich die Straßennamen kenne und Protagonisten da langlaufen wo ich auch schon war oder vielleicht sogar da wo ich wohne.

Vor Büchern aus der Vergangenheit habe ich bisher allerdings immer einen großen Bogen gemacht, ich kann nicht einmal sagen warum. Geschichte war nie meins in der Schule, ich war auch immer sehr schlecht in dem Fach (mangelndes Interesse wohl) aber dieses Buch hat wochenlang zu mir gesprochen, und so habe ich ihm endlich nachgegeben und es bei Netgalley angefragt. Riesig groß war meine Angst ob ich denn reinkommen würde in die Story.

Ich war von der ersten Seite - ja vom ersten Satz an gefangen in der Welt von Hannemann und Tietz. Eine Schokoladenfabrik die nach dem ersten Weltkrieg ums überleben kämpft. Die Menschen sind gebeutelt vom Krieg und können sich kaum die Grundnahrungsmittel leisten. Der Luxus einer Tafel Schokolade rückt für viele in ungreifbare Ferne. Aber das Familienunternehmen trotzt allen Widrigkeiten.

Allen voran die sympathische Frieda. Als jüngster Sproß der Manufaktur macht sie sich schon mit 16 die Gedanken, dass sie nicht von einem reichen Ehemann abhängig sein will, sondern sie will im Unternehmen mitarbeiten. Für ihren Vater ist das nicht denkbar, der streng konservative Mann sieht ihren Bruder Hans in der Nachfolge und belächelt Friedas Streben nach Wissen und Selbstständigkeit. Aber Frieda gibt nicht auf. Sie sieht eine Chance als ihr Vater schwer erkrankt und übernimmt die Aufgabe eines großen Festes und einer Präsentation von neuen Pralinen. Ganz langsam kann sie ihren Vater und auch andere von ihrem Können und ihrer Strebsamkeit überzeugen. Ich bin ein großer Fan von Frieda. Sie ist eine Kämpferin und ein herzensguter Mensch der sein letztes Hemd für andere geben würde.

Der geplante Nachfolger Hans hingegen kam als Schatten seiner selbst aus dem Krieg wieder. Lange galt er als verschollen und selbst als er wieder auftaucht ist er eigentlich nicht wirklich da. Ihn interessiert das Familienunternehmen nicht, er suhlt sich im Selbstmitleid und jammert Tagein Tagaus dass er entstellt durch den Krieg sowieso kein Bein mehr auf die Erde kriegen würde. Fängt an zu trinken und sich mit Frauen zu treffen und entfernt sich immer mehr von seiner Familie und seinen Verpflichtungen.

Nochmal sehr spannend wird es als Frieda sich verliebt und sich zwischen der Firma und ihrer jungen Liebe entscheiden muss.

Ich bin hin und weg von diesem tollen Buch. Ich könnte weinen, dass es vorbei ist und ich auf Teil 2 noch bis Ende 2019 warten muss) Die Autorin hat so toll recherchiert und es ist mir peinlich aber ich als Hamburgerin habe viel gelernt und sie hat das Interesse an der Hamburger Geschichte in mir geweckt, weshalb ich mir gleich 3 Geschichtsbücher bestellt habe und all das nachzuholen was ich jetzt nicht wusste. Sie hat Geschichte für mich greifbar gemacht und mich behutsam und liebevoll herangeführt.

Das hanseatische Flair hat mich vollends ergriffen als Lena Johannson nicht nur Plattdeutsche Unterhaltungen sondern sogar die Alsterschwäne die weit über Hamburgs Stadtmauern hinweg bekannt sind - eingewoben hat. 

Absolute ausdrückliche Leseempfehlung von mir.




Ich bedanke mich recht herzlich bei Netgalley und beim Aufbau Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

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Cover Theme Day #7



Bei der lieben Charleen ist jeden Mittwoch Cover Theme Day und es geht darum, ein Buchcover zu einem bestimmten Thema herauszusuchen.



Diese Woche ist das Thema: 



"Zeige ein Cover, dessen Titel mit einem G beginnt"


okay ich bleibe meinem Stil gerecht und liefere euch wieder einen Thriller - mit G habe ich doch gerade Golden Cage beendet das passt perfekt.

Ich muss sagen dass mich weder Buch noch Cover wirklich überzeugt haben aber es passt für diese Frage - vom Inhalt selbst war ich nach dem ganzen Hype der darum gemacht wurde eher mäßig begeistert - meine frisch gedruckte Rezi könnt ihr hier sehen.



Was machst du, wenn dir alles genommen wird?
Faye und Jack sind das absolute Traumpaar. Sie haben das erfolgreichste Unternehmen Stockholms aufgebaut, wohnen in einem luxuriösen Apartment und sind umgeben von den Reichen und Schönen. Die gemeinsame Tochter Julienne ist die Krönung ihres Glücks.
Doch der Schein trügt. Fayes Leben dreht sich nur noch um den verzweifelten Versuch, Jack zu gefallen. Seine Verachtung ist in jeder seiner Gesten spürbar. Was verbirgt ihr einst liebevoller Mann vor ihr? Als Jack und Julienne von einem Bootstrip nicht zurückkehren und die Polizei eine Blutlache im Apartment entdeckt, fällt der Verdacht schnell auf Jack. Hat er seine eigene Tochter ermordet? Nichts in Fayes Leben ist mehr so, wie sie es kannte ...
Liebe Grüßlies Lari

[Rezension] Liebes Kind - Romy Hausmann [22/2019]



Verlag*: dtv
Autor: Romy Hausmann
Veröffentlichung: 28.02.2019
Genre: Thriller
Seiten: 384
Preis ebook: 14,99
Reihe: nein


Dieser Thriller beginnt, wo andere enden

Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und nun geht der Albtraum erst richtig los. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich zurückholen will, was ihm gehört.
In ihrem emotional schockierenden und zugleich tief berührenden Thriller entrollt Romy Hausmann Stück für Stück das Panorama eines Grauens, das jegliche menschliche Vorstellungskraft übersteigt


Dieses Buch ist gerade in aller Munde und nur weil meine Stamm Onleihe plötzlich auf 72 Vormerkungen reagiert hat und zig neue Lizenzen erworben hat, kam ich viel schneller in den Lesegenuß als eigentlich geplant.

Weiss gar nicht wo ich anfangen soll ohne etwas von der Story zu erzählen. Also - schon von den ersten Seiten an hatte die Autorin mich gefangen. Die kleine Hannah die so süß und naseweis vor sich her plappert und ganz stolz erzählt wenn sie etwas wusste (sie hat dann immer einen ganzen Lexikoneintrag zu dem Thema parat gehabt) - das war ca 1/3 des Buches super - danach ist es mir gehörig auf die Nerven gegangen ;-) Aber es gehört zur Geschichte und ist wichtig - das kann die Autorin nicht einfach weglassen dann - ist schon klar. Genervt hat es trotzdem!

Dann haben wir Lena selbst, sie ist nach ihrem Unfall und dem Krankenhaus Aufenthalt wieder zu Hause und komplett überfordert mit der Situation. Sie sieht in jedem Knirschen und Knacken eine mögliche Gefahr und holt sich Hilfe von ihrer Ex-Freundin Kirsten. Trotzdem blieben die beiden für mich nicht so greifbar - verständlich ist, dass Lena nach den schlimmen Geschehnissen niemanden an sich heranlassen möchte, so hat sie aber auch mich außen vor gelassen. Ich habe mich mit ihrem Verhalten manchmal schwer getan und mit ihr nicht wirklich mitgefiebert. Interessant und sehr spannend waren die Abschnitte wo sie aus der Vergangenheit und ihrer Gefangenschaft berichtet hat.

Der Schreibstil ist angenehm, einige Rezensionen sagen, dass die Sätze so abgehackt wären und das den lesefluss stören würde, das kann ich für mich nicht bestätigen. Die kurzen Sätze und auch kurzen Kapitel haben dem Buch ein schönes Tempo gegeben und ich liebe Geschichten die sich schnell entwickeln.

Romy Hausmann spielt mit dem Wechsel der Perspektiven und hält so die Spannung durchgehend am Laufen. Mal erzählt Lena von früher aus der Gefangenschaft, dann Hannah aus dem Jetzt und auch Matthias, Lenas Vater bekommt eigene Kapitel. Alle waren gleichweg spannend, keins davon fand ich langweilig oder unnötig. Wenn ich meine Notizen die ich mir immer beim Lesen mache durchschaue, dann kann ich nur müde lächeln. Ich habe ca 5 mal mit einer % Angabe notiert wer der Täter ist und wie es ausgeht - der Detektiv Spürsinn ihr wisst schon. Zu groß war der Wunsch es unbedingt vor allen anderen herauszubekommen, und am Ende triumphieren zu können, aber ich habe KEINE einzige richtig gehabt! Es kam am Ende ganz anders als ich erwartet habe und ich wurde mehr als einmal komplett überrascht.

Das Ende lässt keine Fragen mehr offen und ich bleibe zufrieden zurück.

Eine klare Leseempfehlung von meiner Seite mit fast 5 Sternen, ein wenig hat mich die Art von Hannah im Verlauf der Geschichte genervt und ich fand es schade, dass ich keine Beziehung (und kein Mitleid) mit dem Opfer aufbauen konnte. Aber der Geschichte hat das keinen Abbruch getan. (oder nur ganz wenig - bin trotzdem durch die Seiten geflogen)



Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

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[Rezension] Golden Cage - Camilla Läckberg [21/2019]



Verlag*: Ullstein/ List
Autor: Camilla Läckberg
Veröffentlichung: 29.03.2019
Genre: Thriller
Seiten: 368
Preis ebook: 14,99
Reihe: nein


Was machst du, wenn dir alles genommen wird?
Faye und Jack sind das absolute Traumpaar. Sie haben das erfolgreichste Unternehmen Stockholms aufgebaut, wohnen in einem luxuriösen Apartment und sind umgeben von den Reichen und Schönen. Die gemeinsame Tochter Julienne ist die Krönung ihres Glücks.
Doch der Schein trügt. Fayes Leben dreht sich nur noch um den verzweifelten Versuch, Jack zu gefallen. Seine Verachtung ist in jeder seiner Gesten spürbar. Was verbirgt ihr einst liebevoller Mann vor ihr? Als Jack und Julienne von einem Bootstrip nicht zurückkehren und die Polizei eine Blutlache im Apartment entdeckt, fällt der Verdacht schnell auf Jack. Hat er seine eigene Tochter ermordet? Nichts in Fayes Leben ist mehr so, wie sie es kannte ...


Dies war mein erster Läckberg. Ich bin zwar schon oft über ihre Bücher gestolpert aber so wirklich gereizt hatte mich keins - ich bevorzuge nämlich eher Thriller statt Krimis.

Golden Cage wird als Psychothriller beworben, deshalb sprangen meine Antennen sofort an. Der Klappentext, das Cover und die schon vorhandenen Rezensionen versprechen großes Kino.

Leider bleibe ich nun enttäuscht zurück und kann die ganzen positiven Rezensionen nicht nachvollziehen. Versteht mich nicht falsch, das Buch war ganz gut, es hat mich gut unterhalten aber es ist KEIN Thriller, schon gar kein PSYCHOThriller. Eher ein Roman mit leichten Thrillerzügen.

Ich bin enttäuscht weil ich Mordermittlungen, Opfer,Täter und Co erwartet habe, ich habe Ermittler erwartet und eine spannende Jagd auf den Täter. Bekommen habe ich eine Geschichte voller Klischees über eine junge Frau die sich von einer mutigen selbstsicheren Frau für ihren "begehrenswerten" Ehemann bis zum letzten verbiegen lässt und alles tut um ihm zu gefallen. Selbst als er sie betrügt entschuldigt sie sich und bittet ihn auf Knien ihr noch eine Chance zu geben.

Es war kaum zu ertragen zu lesen wie sehr sie sich abhängig gemacht hat und wie schwach sie geworden ist. Mehr als die Hälfte des Buches nun geht es darum wie sehr er ihr zusetzt und sie ablehnt und sie immer und immer wieder Ausreden für sein Verhalten findet.

Ihr merkt schon, ich bin kein wirklicher Fan von Faye. Auch in der Vergangenheit die immer Kapitelweise eingespielt wird lernen wir Seiten von ihr kennen, die alles andere als liebenswürdig sind. Ab der Hälfte dann wacht sie langsam auf und rappelt sich hoch um sich zu rächen. Hier habe ich mitgefiebert und wieder mal gehofft, dass es nun losgeht, aber weit gefehlt - die Rache nimmt zwar sehr viel Platz ein, aber sie ist nicht sehr spannend, sie hat mich größtenteils eher gelangweilt. Es geht um den Aufbau einer Firma, um Social Media, Instagram und die geplante Firmenübernahme von seiner Firma. Trotzdem bin ich durch die Seiten geflogen, auf der Suche nach dem versprochenen Thriller. Dann endlich, GANZ am Ende (so auf den letzten 70 Seiten) bekomme ich die langersehnte Spannung und das Tempo was der Story vorn so gefehlt hat. Es beginnt sich zu überschlagen und es zeigt sich, dass vieles genauso eintrifft wie ich es mir schon gedacht habe. Einzig mit dem letzten Satz konnte die Autorin mich dann doch noch überraschen.

Wenn die Werbung und der "Hype" der über diesem Buch schwebt, nicht suggerieren würden, dass dieses ein Thriller (sogar Psychothriller) sei, dann wäre ich mit ganz anderen Erwartungen an die Story gegangen. Das Buch war nicht schlecht, aber einfach nicht das, was ich mir davon versprochen habe. Und deshalb bleibe ich ziemlich unbefriedigt zurück. Die Charaktere waren mir leider nicht sympathisch und ich konnte mich zu keinem Zeitpunkt mit Faye identifizieren noch ihr Verhalten nachvollziehen.

Eine klare Leseempfehlung gibt es diesmal von mir nicht aber ich weiss, dass ich mit meiner Meinung ziemlich allein dastehe und der Großteil der Leser begeistert ist, deshalb bildet euch am besten selbst ein Urteil.



Ich bedanke mich recht herzlich bei Netgalley und beim Ullstein /List Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

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[Rezension] Broken Dolls - James Carol [20/2019]



Verlag*: dtv
Autor: James Carol
Veröffentlichung: 01.11.2014
Genre: Thriller
Seiten: 384
Preis ebook: 3,99
Reihe: Teil 1 Jefferson Winter


Er ist kein gewöhnlicher Ermittler. Jefferson Winter ist Profiler. Und der Sohn eines berüchtigten amerikanischen Serienmörders. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, grausame Täter wie seinen Vater zur Strecke zu bringen. Doch manchmal fragt er sich, ob er etwas von dessen dunkler Seite geerbt hat. Ob das der Grund dafür ist, dass er sich so gut in sadistische Mörder hineinversetzen kann Für einen besonders verstörenden Fall wird er nach England gerufen: Bereits vier junge Frauen sind einem perfiden Täter in die Hände gefallen, der seine Opfer nicht tötet, sondern ihnen einen Teil des Gehirns entfernt womit er ihr Leben faktisch vernichtet. Jetzt ist eine fünfte Frau verschwunden. Jefferson muss und wird alles daransetzen, den Täter zu finden, bevor auch ihre Seele zerstört wird.

Der Klappentext klingt superspannend und das Cover passt wirklich perfekt dazu. Nachdem meine Freundin das Buch vor einigen Jahren für gut befunden hat, wollte ich es schon lange gelesen haben - aber ihr kennt das ja es rutscht dann irgendwie immer durch...

Der Einstieg fiel mir nicht leicht, ich war bei ca 60 Seiten und habe überlegt ob ich es abbreche. Weniger weil ich es langweilig fand als vielmehr weil ich es so verwirrend fand. Mein Problem, dass ich sehr häufig nicht wusste wer gerade im Dialog spricht - weil die Dialoge einfach aneinander gereiht waren ohne Füllwörter wie "Er sagte" , "erwähnte sie" oder ähnlichem zog sich wirklich bis zum Ende des Buches. So musste ich häufig die Dialoge wieder und wieder lesen und abzählen wer wann gesprochen hat um den Zusammenhang zu bekommen. Das fand ich schon etwas lästig.

Die Story nimmt aber nach einer kurzen Vorlaufzeit Fahrt auf und packt einen. Irgendwann war mir das mit den Dialogen egal und ich habe einfach weiter gelesen.

Der Hauptcharakter Jefferson Winter ist faszinierend. Nicht nur weil sein Vater Serienkiller war,  sondern weil er sein ganz eigenes Ding fährt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht Serienmörder zu stellen und geht fast über Leichen um an sein Ziel zu kommen. Er ist gnadenlos und scheut keine Schmerzen oder brenzlige Situationen. Aber er ist nicht übertrieben wie ein Superheld sondern total realistisch - ich nehme Carol alle Figuren ab, sie wirken authentisch und entwickeln sich während der Story. Besonders die Arbeitsbeziehung zwischen Winter und Templeton war unterhaltsam. (die beiden gehen mit einander um wie ein Ehepaar nach 20 Jahren Ehe)

Ich wusste sehr schnell wer der Täter ist, aber das tut der Story absolut keinen Abbruch, da Carol ihn  auf dem Silbertablett präsentiert hat, kann ich das leider auch nicht zu meinen Super Detektiv Fähigkeiten rechnen.

Wir lesen abwechselnd von den Ermittlungen, vom 5ten Opfer in der Gefangenschaft und von Jefferson wie er sich in den Täter rein versetzt und die Szenen im Kopf nachspielt. Keiner dieser Erzählstränge wird langweilig und ich habe mich das ganze Buch über sehr gut unterhalten gefühlt.

Ich hatte vor dem Buch keine Ahnung von einer Lobotomie und wusste nicht was ein Orbitoklast ist. (ihr könnt es auf dem Cover sehen) Carol hat es geschafft, durch seine detaillierten Beschreibungen der Taten mein Interesse über diese mittelalterliche Behandlungsmethode zu wecken.

Insgesamt gab es nur ein paar Kleinigkeiten wie zb die Dialoggeschichte die nicht ganz für 5 Sterne reichen aber eine Leseempfehlung gibt es trotzdem.




Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

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Cover Theme Day #6



Bei der lieben Charleen ist jeden Mittwoch Cover Theme Day und es geht darum, ein Buchcover zu einem bestimmten Thema herauszusuchen.



Diese Woche ist das Thema: 




"Zeige ein Cover, welches dich mit seiner Schlichtheit überzeugen konnte"



und schon wieder habe ich einen Thriller - aber ich habe früher auch fast nur Thriller gelesen und mittlerweile lese ich auch wieder weitesgehend Thriller also sorry schonmal ;-)

Ich habe extra keinen Simon Beckett genommen weil ich den schon bei einigen von euch gesehen habe ich habe Bernhard Aichner hervorgekramt mit dem ersten Teil einer 3teiligen tollen Reihe um eine Bestatterin.

Hab die Reihe glaube ich 2017 als Hörbuch inhaliert. Der Schreibstil ist anfangs sehr komisch aber man gewöhnt sich schnell daran.


Blum ist Bestatterin. Sie ist liebevolle Mutter zweier Kinder, sie besticht durch ihr großes Herz, ihren schwarzen Humor und ihre Coolness. Blum fährt Motorrad, sie trinkt gerne und ist glücklich verheiratet. Blums Leben ist gut. Doch plötzlich gerät dieses Leben durch den Unfalltod ihres Mannes, eines Polizisten, aus den Fugen. Vor ihren Augen wird Mark überfahren. Fahrerflucht. Alles bricht auseinander. Blum trauert, will sich aber mit ihrem Schicksal nicht abfinden. Das Wichtigste in ihrem Leben ist plötzlich nicht mehr da. Ihr Halt, ihr Glück. Durch Zufall findet sie heraus, dass mehr hinter dem Unfall ihres Mannes steckt, dass fünf einflussreiche Menschen seinen Tod wollten.
Blum sucht Rache. Was ist passiert? Warum musste Mark sterben? Als sie die Antworten gefunden hat, schlägt sie zu. Erbarmungslos. Warum sie das tut? Warum sie dazu fähig ist? Die Antwort darauf liegt Jahre zurück.

Liebe Grüßlies Lari

[Rezension] Der Insasse - Sebastian Fitzek [19/2019]



Verlag*: Droemer
Autor: Sebastian Fitzek
Veröffentlichung: 24.10.2018
Genre: Psychothriller
Seiten: 384
Preis ebook: 14,99
Reihe: nein


Ein vermisstes Kind - ein verzweifelter Vater - ein Höllentrip ins Innere der Psychiatrie
Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt der psychisch kranke Häftling Guido T. auf Anraten seiner Anwältin. Die Polizei ist sicher: Er ist auch der Entführer des sechsjährigen Max, der seit drei Monaten spurlos verschwunden ist. Die Ermittler haben jedoch keine belastbaren Beweise, nur Indizien. Und ohne die Aussage des Häftlings werden Max' Eltern keine Gewissheit haben und niemals Abschied von ihrem Sohn nehmen können.
Drei Monate nach dem Verschwinden von Max macht ein Ermittler der Mordkommission dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn in das psychiatrische Gefängniskrankenhaus ein, in dessen Hochsicherheitstrakt Guido T. eingesperrt ist. Als falscher Patient, ausgestattet mit einer fingierten Krankenakte. Damit er dem Kindermörder so nahe wie nur irgend möglich ist und ihn zu einem Geständnis zwingen kann.
Denn nichts ist schlimmer als die Ungewissheit.
Dachte er.
Bis er als Insasse die grausame Wahrheit erfährt ...

Fitzek und ich das ist so eine Sache. Früher habe ich seine Bücher geliebt und verschlungen, irgendwann ich kann nicht mal sagen welches Buch es war kam ein Knick und ich hatte es satt, dass alles so gleich ist. Der Anfang bis ca 2/3 war in allen Büchern gleichweg spannend und dann kam die Hektik die scheinbar typisch Fitzek ist, weil ich sie in jedem seiner Bücher vorfinde.

Ich habe mich oft gefragt ob Droemer ihm Auflagen macht ja unter 400 Seiten zu bleiben und er versucht krampfhaft seine Ideen auf dem winzigen noch verbleibenden Platz unterzubringen.

Diesmal habe ich mir viel Zeit gelassen, habe das Buch zufällig in der Bücherhalle stehen gesehen und gedacht "komm - versuchs einfach vielleicht isses gar nicht so übel, und diesmal WEISST Du ja, dass es am Ende alles wieder so hektisch wird" ....

Ich war von der ersten Seite an reingesaugt (wie bei jedem seiner Bücher) er hat einen tollen Schreibstil, detailliert aber nicht übertrieben, fantastisch irrational und irre aber wieder so gut, dass man es einfach lesen muss!

Das Thema ist nicht neu aber toll umgesetzt. Der Plot gibt viel her und ich finde Fitzek hat die Tiefe um die Charaktere super ausgebildet. Ich blieb bis zum Schluss im Zweifel, hatte wage Vermutungen aber total platt kam das Ende nicht daher, ich wurde überrascht und kann im Nachhinein sagen, dass ich die Hektik diesmal nicht so schlimm fand. Beim Paket war es glaube ich sogar, da blieb ich zurück und habe das Ende nicht richtig verstanden, das ist total unbefriedigend. Hier klärt sich alles am Ende auf und ich bleibe zufrieden zurück und kann nach langer Zeit mal wieder sagen: "Ein toller Fitzek der an die Story von Augensammler und Jäger heranreicht" (meine bisher liebsten Bücher von ihm. 

P.S ich lasse künftig bei den meisten Büchern die Inhaltsangabe bzw Zusammenfassung weg, da fast alle von euch Angst haben gespoilert zu werden und so die Wahrscheinlichkeit vllt größer ist, dass meine Rezis auch gelesen werden.



Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

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[Rezension] Monstermagie - Lisa Rosenbecker [18/2019]



Verlag*: impress
Autor: Lisa Rosenbecker
Veröffentlichung: 04.01.2018
Genre: Young Adult, Liebesroman
Seiten: 362
Preis ebook: 3,99
Reihe: nein


**Monster zum Verlieben**
Ein Monster mit magischen Fähigkeiten adoptieren? In der Welt der 19-jährigen Leah gar kein Problem. Als Inhaberin von »Monsters & Glue« sucht sie für verlassene oder abgegebene Monster eine neue Familie. Aber mit dem friedlichen Alltag ist es vorbei, als zwei seltsame Fremde auftauchen, die sich nach Monstern mit besonderer Magie erkundigen. Allein der mysteriöse Blake, der sich plötzlich ungefragt in Leahs Leben einmischt, scheint mehr über die beiden zu wissen. Doch auch seine Geheimnisse könnten für Leah und ihre Monster gefährlich werden…

Im Ort mit dem unaussprechlichen Namen Bwystfilwood leben Menschen friedlich mit kleinen Monstern zusammen. Zu gehören wie unsere Haustiere zum Leben dazu und werden gepflegt und gehegt.

Die 19jährige Leah leitet seit dem Tod des Besitzers Mr. Lambers vor 2 Wochen ein Heim für Waisen Monster. Sie kümmert sich um Monster mit kleinen "Macken" die nicht so leicht ein zu Hause finden weil die meisten Familien natürlich sogenannte "Nutzmonster" wie Drachen beherbergen wollen.

Die Chefin ihrer Monster ist eine Eule namens Glue die persönlich mit entscheidet ob eine Familie ein Monster adoptieren darf oder nicht. Leah vertraut zu jederzeit auf das Urteil und die Meinung von Glue die sich ihr durch kleine Zaubertricks mitteilt.

Leah freundet sich mit dem 20 jährigen Blake an, der ihr Hilfe bei der Versorgung der Monster anbietet. Er liebt die Monster und sie lieben ihn scheinbar auch. Auch hat er viel Ahnung von der Versorgung und ihren Bedürfnissen.

Als eines Nachts 2 unbekannte im Heim einbrechen und alles durchwühlen kann er sie gerade so verscheuchen und die Monster retten. Er ist sich sicher, dass sie wiederkommen werden, denn sie haben nicht gefunden was sie gesucht haben. Was hat der Vorbesitzer zu verbergen? Was suchen die unbekannten und worum geht es hier eigentlich?

Ich bin schnell in die Story gekommen, Lisa Rosenbecker schreibt sehr gefühlvoll und einfach. Man schliesst die kleinen Monster die jedes eine bestimmte Eigenart haben schnell ins Herz. Die Autorin hat es geschafft jedes als eine kleine Persönlichkeit darzustellen. Ich musste oft schmunzeln und mir wurd warm ums Herz.

Leah ist eine tolle Person, total normal und keine super Heldin oder besonders mutig. Sie ist real und das macht alles trotz des Monster Themas glaubwürdig.

Die Story hat mehr zu bieten als ich anfangs dachte. Sie ist abwechselnd aus Leahs und Blakes Sicht geschrieben und  es fing ganz gemächlich an mit Erzählungen von Leah und ihren Monstern und wirklich etwas passiert ist eine Weile nicht, aber als die beiden Personen einbrechen bekommt die Geschichte etwas mehr Tempo was ihr sehr gut tat.

Trotz der kleinen knuffigen Monster wird es noch spannend und es gibt Wendungen mit denen ich so nicht gerechnet habe. Für 5 Sterne reicht es mir nicht ganz, obwohl ich mich gut unterhalten gefühlt habe.  


Ich bedanke mich recht herzlich bei Netgalley und beim Carlsen /impress Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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